Skytraxx 3.0 Testberichte

dritter Testbericht – Vergleichstest zwischen SKYTRAXX 3.0 (3.0.3b) und Naviter Oudie4
Softwarestand Juli 2016 (Vorserie)

Den ganzen Testbericht kannst Du runterladen und zwar hier:
skytraxx30-303-oudie4-vergleich

Bitte beachte dass das Skytraxx 3.0 seit September mit der Software 3.0.4 voll wettkampftauglich ist (inkl. FAI-Supporter) und die Flüge via optionalem WLAN-Dongle auf die XContest-Server geladen werden können.

zweiter Testbericht SKYTRAXX 3.0 von Bernhard Friedli, Fluglehrer SHV
Softwarestand Mai 2016 (Vorserie)

Da mir das Skytraxx 2.0 wegen seiner klaren Struktur, gut lesbaren Anzeige und einfachen Bedienung immer sehr gut passte, musste ich mir das Skytraxx 3.0 natürlich genauer anschauen.

Die vier Knöpfe des 3.0 sind gut zu bedienen und die Logik ist einfach, so dass man kein Manual benötigt. In diesem Bereich ist das 3.0 gleich gut wie das 2.0, hat aber viel mehr Möglichkeiten.

Man kann soviele Profile anlegen wie man will und hinter jedem Profil bis zu 5 Screens hinterlegen.

Neben all den Default-Profilen die schon vorhanden sind, habe ich für mich ein Profil mit 3 Screens angelegt. Der erste Screen ist eine Eigenkreation, mit allen Informationen, die ich auch auf dem 2.0 plus gerne angezeigt hätte.
Der zweite XC-Screen ist fast default, hier habe ich nur den Vario-Wert dazugenommen. Der dritte Screen zeigt vom Kontrast her die Lufträume deutlicher und ist auch mehr oder weniger aus dem Default Angebot übernommen.

Luftraumanzeige auf 2D-Karte
Luftraumanzeige auf 2D-Karte

Während 3 Flügen (ca 10h) bin ich nun mit dem 3.0 unterwegs und soweit voll zufrieden.

Skytraxx 3.0 perfekt ablesbar

Der Unterschied bei Sonnenlicht: links Smartphone, rechts Skytraxx 3.0

Anzeige: Beim Flug vom Niesen (am 6.5.16) war es immer wolkenlos. Trotz dieser vollen Sonneneinstrahlung war die Anzeige immer gut ablesbar. (Siehe Bild)

Da ich lieber fliege als an Vario-Screens herumbasteln kann es sein, dass ich diese Konfiguration einfach so lasse. Falls jedoch jemand eine geniale Konfig hat bin ich natürlich sehr interessiert.

Lufträume Skytraxx 3.0 bei Thun
Anzeige der Lufträume bei Thun auf dem Skytraxx 3.0

 

erster Testbericht SKYTRAXX 3.0 – Stand April 2016 – Vorserie

Thomas, Fluglehrer von “Gemeinsam-Fliegen.de” konnte das Skytraxx 3.0 testen und hat den ersten Testbericht erstellt:

Über den ersten Eindruck des neuen Hochleistungs-Fluginstruments von SKYTRAXX haben wir ja bereits berichtet. Nach einigen Flugtagen mit sehr unterschiedlichen Bedingungen gibt es nun auch erste Erfahrungen aus der Praxis. Und die haben mich wirklich begeistert!

skytraxx-30-test-flugdaten

Anzeige / Bedienung

Da ist zunächst das große und  brillante Farbdisplay, das sich automatisch der Umgebungshelligkeit anpasst. Auch bei heller Sonne und mit dunkler Brille ist es perfekt lesbar, anders als viele Konkurrenzprodukte und vor allem Smartphones oder Tablets.

Die Bedienung funktioniert dank der vier großen Tasten auch mit dicken Handschuhen sehr gut.

Obwohl ich zugegeben anfangs sehr skeptisch war, ob die neue Vario-Technologie nur ein aktueller Trend oder wirklich brauchbar ist, hat sie sich als absoluter Knüller entpuppt! SKYTRAXX nennt das ganze “Echtzeit-Vario”. Dahinter steckt die Kombination von Druck- und Beschleunigungssensoren mit einer sehr ausgeklügelten Software.

skytraxx-30-test-karte-lenzkirch

Konventionelle Varios reagieren auf Druckveränderung. Die entsprechenden Sensoren sind zwar sehr sensibel, aber auch anfällig auf Querströmungen (Venturi-Effekt) und reagieren immer etwas verzögert.

Die Kombination von Druck- und Beschleunigungs-Sensoren ermöglicht eine sehr viel präzisere Information darüber, ob es wirklich steigt oder sinkt und wie schnell sich die Vertikalgeschwindigkeit ändert – vorausgesetzt, die Software kann die sehr komplexen Daten intelligent auswerten. Versucht haben das schon mehrere, aber beim SKYTRAXX 3.0 funktionierts wirklich gut!

Das neue Echtzeit-Vario im SKYTRAXX 3.0 meistert diese Aufgabe hervorragend und hilft mir damit deutlich verbessert zu zentrieren – vor allem, bei schwachen und ruppigen Bedingungen. Der Varioton informiert sehr genau über die Änderung der Vertikalgeschwindigkeit, und das ist eine viel bessere Information, als die bloße Rate der Geschwindigkeit – so wie sie konventionelle Varios mitteilen.

Nach ein wenig Tüftelei und mehreren Testflügen habe ich nun auch dank der individuellen Einstellmöglichkeiten ein für mich sehr angenehmes und für meinen Flugstil passendes Pieps-Gezwitscher eingestellt.

Wenn ich also in Zukunft absaufe, kann ich das sicher nicht mehr aufs Fluginstrument schieben!

Wer sich das Tüfteln sparen will, für den stehen einen Reihe vordefinierter Vario-Profile zur Verfügung. Außerdem kann man individuelle Konfigurationen dank der USB-Schnittstelle und dem eingebauten Dateimanager auch untereinander austauschen.

Luftraum-Info

Neu gibt es eine optimierte Luftraum-Anzeige: ein Info-Feld zeigt die Unter- und Obergrenzen des Luftraums an, in dem man sich aktuell befindet. Die Art der Darstellung entspricht dabei den Standards der ICAO-Karte.

skytraxx-30-test-icaokarte

Entsprechend dem aktuellen Luftdruck rechnet das SKYTRAXX 3.0 die Flugflächen in Meter um und zeigt sie so auch an. Darüber hinaus gibt es eine Info über die Luftraumklasse und die darin geltenden Flugregeln (VFR / IFR). Zusammen mit der AGL-Funktion (Höhe über Grund) ist man immer informiert, welche Sichtflugregeln gerade gelten (Wolkenabstand, Sicht-Minima), vorausgesetzt, man hat die entsprechenden Regeln für die Luftraumklassen bzw. Flughöhen auch brav im Theorieunterricht gelernt. Das sollte zum Streckenfliegen aber Grundvoraussetzung sein.

Auf dem Farbdisplay sind im Kartenmodus die Luftraumgrenzen sehr gut erkennbar. Auch hier gilt der ICAO-Standard: die blaue Schraffur kennzeichnet “innen”. Farbig ausgefüllte Lufträume sind für VFR ohne Flugfunk gesperrt (es sei denn, es gelten Sonderregelungen). Insgesamt ist die Navigation in punkto Lufträume des SKYTRAXX 3.0 gegenüber dem SKYTRAXX 2.0 Plus damit noch einmal deutlich verbessert worden.

 

Karte

Der vielseitige Kartenmodus ermöglicht eine sehr gute Orientierung im Gelände bei Streckenflügen. Die Anzeige lässt sich individuell anpassen, ist aber schon in der Standard-Einstellung für die meisten Zwecke perfekt.

skytraxx-30-topo

Die aktuelle Karte wählt das Gerät automatisch je nach Position, genauso wie die Luftraumdaten. Damit braucht man bei einem Fluggebietswechsel nicht mehr an die Umstellung der Daten zu denken.

Wettkampffunktionen und FAI-Dreiecks-Rechner (FAI-Supporter) kommen mit weiteren Software-Updates in Kürze.

Fazit

SKYTRAXX hat sein Universalvario-Erfolgsmodell 2.0 Plus mit dem neuen Gerät SKYTRAXX 3.0 um ein echtes HighEnd Produkt ergänzt. Für viele Pilotinnen und Piloten bleibt die bewährte 2er Version sicher nach wie vor die erste Wahl. Für anspruchsvolle Streckenpiloten, Kurbelkünstler und Technikfreaks ist das SKYTRAXX 3.0 aber noch einmal ein deutlicher Schritt nach vorn.

Das Fluginstrument bietet wahrscheinlich die derzeit bestmögliche Unterstützung im Flug bei einfacher Handhabung, optimalem Display, state-of-the-art Technik und moderatem Gewicht. Meiner Ansicht nach ist das SKYTRAXX 3.0 ganz klar besser zu handhaben als eine Multi-Kombination aus Sensorgerät, Smartphone/Tablet, Zusatzakku und Flug-App. Damit haben die Schwarzwälder Tüftler in Titisee-Neustadt wieder einmal Maßstäbe gesetzt und bei den HighEnd-Fluginstrumenten ganz klar die Nase vorn.